Romy Fölck: Totenweg

In einer Herbstnacht wird der Vater der Polizistin Frida brutal niedergeschlagen und liegt seither im Koma. Ein Mordversuch? Sie kehrt in ihr Heimatdorf in der Elbmarsch zurück, auf den Obsthof ihrer Eltern, wo sie auf Kriminalhauptkommissar Haverkorn trifft. Beinahe zwanzig Jahre sind seit ihrer letzten Begegnung vergangen, seit dem Mord an Fridas bester Freundin Marit, der bis heute nicht aufgeklärt werden konnte. Frida fällt die Rückkehr ins Dorf schwer: die Herbststürme, die Abgeschiedenheit, das Landleben zwischen Deichen, Marsch und Reetdachhäusern. Ihre alte Schuld scheint sie hier zu erdrücken: dass sie Marits Mörder kennt, aber niemandem davon erzählte … Quelle

 

Der Kriminalroman „Totenweg“ von Romy Fölck erschien im Februar 2018 beim Bastei Lübbe Verlag.

„Totenweg“ ist Band 1 der „Elbmarsch-Reihe“. Die Krimis der „Elbmarsch-Reihe“  sollten am besten der Reihenfolge nach gelesen werden, da die Charaktere in Band 1 ausführlich vorgestellt und einige Zusammenhänge erklärt werden. Ich empfehle, um ein schlüssiges Gesamtbild zu erhalten, erst „Totenweg“ und dann den Nachfolger „Bluthaus“ zu lesen.

Spannender Krimi in atmosphärischer Landschaft

Momentan habe ich das Gefühl, dass bei Krimis und Thrillern die Handlungsstränge immer verworrener, die Mörder immer blutrünstiger und die gesamte Handlung immer unberechenbarer, teilweise sogar unlogisch wird. Als müsste man das Rad neu erfinden, um konkurrenzfähig zu bleiben. Um so glücklicher bin ich, wenn ich endlich mal wieder einen Krimi lesen, der durch ein Zusammenspiel aus gut ausgearbeiteten Charakteren, spannend-interessanter Handlung und einem atmosphärischen Handlungsort wirkt. Genau das habe ich in dem Krimi „Totenweg“ gefunden.

Aus neutraler Erzählperspektive wird der Leser durch die Handlung geführt. So lernt man den Ort und die Bewohner kennen, in dem die junge Polizistin Frida aufgewachsen ist. Nach und nach erhält man Einblicke in ihr Leben und vor allem in ihre Kindheit, die durch szenische Rückblicke immer wieder eingeblendet wird. Durch ihre Rückkehr trifft Frida viele alte Bekannte wieder und wird mit den Ereignissen der Vergangenheit, dem Mord an ihrer besten Freundin, konfrontiert.

Der Spannungsbogen war die gesamte Handlung über straff gespannt, sodass ich wie gefesselt war und mitgerätselt habe. Zudem konnte mir die gesamte Szenerie durch den bildlichen Schreibstil sehr gut vorstellen – vor meinem inneren Auge lief ein Film ab. Das schaffen nur wenige Bücher bei mir.

Besonders gut gefallen hat mir allerdings die Atmosphäre des Buches. Der Abgeschiedenheit der Elbmarsch mit den vielen Apfelhöfen und Reethäusern, noch dazu im Herbst, war für mich das i-Tüpfelchen.

Perfekte Lektüre für verregnete Tage

Mir hat der Krimi „Totenweg“ von Romy Fölck unheimlich gut gefallen. Die Atmosphäre der Elbmarsch und die Charaktere, vor allem die Polizistin Frida, mochte ich sehr gerne. Innerhalb von Stunden hatte ich den Krimi ausgelesen, weil ich ihn nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die perfekte Lektüre für einen kalten und verregneten Sonntag auf der Couch. Absolute Leseempfehlung!

„Totenweg“ von Romy Fölck
Bastei Lübbe
412 Seiten
ISBN: 978-3-7857-2622-8
9,99 € [D]

Foto: Bastei Lübbe

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