Julia Hofelich Krimi Totwasser

Julia Hofelich: Totwasser

Gleich die erste Mandantin ihrer neugegründeten Kanzlei stellt die Anwältin Linn Geller vor gewaltige Probleme: Grace Riccardi ist wild entschlossen, den Mord an ihrem Ehemann zu gestehen – ein gefundenes Fressen für den Staatsanwalt. Linn findet jedoch bei genauerem Hinsehen Hinweise auf die Unschuld ihrer Mandantin. Aber warum sollte eine Unschuldige freiwillig ins Gefängnis gehen? Oder ist Grace Riccardi doch die Mörderin? Linn beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, nicht ahnend, wie nahe sie dem Bösen kommen wird und dass sie selber von der Jägerin zur Gejagten wird … Quelle

 

Der Krimi „Totwasser“ von Julia Hofelich erschien im Dezember 2018 beim Bastei Lübbe Verlag.

Spannendes Krimi-Debüt von Julia Hofelich

Im vergangenen Jahr stand ich mit Krimis und Thrillern ziemlich auf dem Kriegsfuß. Entweder waren sie zu langatmig und langweilig oder zu verworren. Mit den Krimis von Romy Fölck kam dann endlich die Wende, sodass ich wieder „mutiger“ wurde und mich unter anderem an diesen Krimi von Julia Hofelich herantraute. Und ich kann nur sagen, ein Glück, dass ich „Totwasser“ gelesen habe, sonst wäre mir wirklich was entgangen.

Fesselnd bis zum Schluss

Der Krimi startet mit einem Prolog, der den Leser Einblicke in die Gefühlswelt des Täters gibt. Danach erst beginnt die Haupthandlung, die sich bis zum Schluss durchzieht.  Die Handlung wird also (Prolog ausgenommen) in nur einem Handlungsstrang wiedergegeben. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Anwältin Linn Geller, die das Topmodel Grace Riccardi vertreten soll. Grace Riccardi wird beschuldigt ihren Ehemann, den berühmten Schauspieler Nico Benten, getötet und von einer Klippe geschmissen zu haben. Von der Leiche fehlt jedoch jede Spur. Linn glaubt nicht an die Schuld ihrer Mandantin, auch wenn diese genau das behauptet und lieber heute als morgen ins Gefängnis ginge, um ihre Schuld zu begleichen. Und so beginnt die Anwältin auf eigene Faust zu ermitteln, was sich schwieriger gestaltet als gedacht, denn der Tote scheint ein Heiliger gewesen zu sein, der bei allen beliebt war…

Nichts für schwache Nerven

Die Anwältin Linn Geller war mir von vorneherein sehr sympathisch. Schon auf den ersten paar Seiten erfährt man, dass auch sie keine einfache Vergangenheit hatte. Die Ereignisse der Vergangenheit stecken ihr immer noch in den Knochen und sie wird täglich damit konfrontiert. Gerade dadurch wirkt sie unheimlich authentisch, sodass ich mich sehr gut in die Handlung und die Geschehnisse um sie herum hineinversetzten konnte. Ich habe mit Linn mitgefiebert und -gelitten und konnte den Krimi kaum aus der Hand legen. Allerdings muss ich sagen, dass „Totwasser“ nichts für schwache Nerven ist, ich saß teilweise senkrecht im Bett – das haben bisher lediglich die Thriller von Lars Kepler bei mir geschafft.

Mir hat der Krimi „Totwasser“ von Julia Hofelich sehr gut gefallen. Eine fesselnde Story mit einer sympathischen Hauptprotagonistin und einer guten Portion Nervenkitzel. Zudem lädt der Krimi zum miträtseln ein, denn die Handlung ist unvorhersehbar. Erst nach und nach fügen sich langsam alle Puzzleteile zusammen.

„Totwasser“ von Julia Hofelich
Bastei Lübbe
318 Seiten
ISBN: 978-3-404-17800-1
10 € [D]

Foto: Bastei Lübbe Verlag

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