Alex Pohl: Eisige Tage

Die Welt des Verbrechens beginnt vor deiner Haustür …
Winter in Leipzig, die Stadt erstarrt in Eiseskälte. In einem Auto am Elster-Saale-Kanal wird die steifgefrorene Leiche eines Anwalts gefunden. Was für die smarte Kommissarin Hanna Seiler und ihren starrköpfigen Kollegen Milo Novic zunächst nach einem Routine-Mordfall aussieht, entpuppt sich rasch als ein Dickicht krimineller Verstrickungen: Im Besitz des Toten finden sie skandalträchtiges Material, darunter das Foto eines minderjährigen Mädchens, das seit einer Woche vermisst wird. Während die Stadt im Schnee versinkt, müssen die Ermittler eine düstere Welt betreten, in der schon die Jüngsten gefährliche Spiele treiben … Quelle

 

Der Krimi „Eisige Tage“ von Alex Pohl erschien im Februar 2019 beim Penguin Verlag. Herzlichen Dank an den Verlag und das Bloggerportal, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

 Undurchsichtiger erster Fall für das Ermittlerduo Seiler und Novic

„Eisige Tage“ ist Band 1 einer neuen Krimireihe, in der Kommissarin Hanna Seiler und ihr Kollege Milo Novic in Leipzig ermitteln.

Die Handlung ist in 5 Teile aufgeteilt, die jeweils mehrere Kapitel beinhalten. Die Handlung wird puzzleartig wiedergegeben und setzt sich aus mehreren Handlungsstränge, verschiedenen Orten und Jahreszeiten zusammen. Zudem bekommt der Leser auch einen Einblick in das Leben der beiden Ermittler. Wer also eine stringente Erzählweise bevorzugt, wird mit diesem Krimi von Alex Pohl wahrscheinlich nicht warm. Gerade am Anfang ist es empfehlenswert aufmerksam zu lesen, um einen guten Überblick zu bekommen. Irgendwann kommt man dann an einen Punkt, der einen verstehen lässt, in welcher Verbindung die verschiedenen Handlungsstränge stehen.

Das Ermittlerduo, das Alex Pohl erschaffen hat, wirkte auf mich sehr lebendig und alles andere als 0815. Hanna Seiler und Milo Novic, den man schon als „komischen Kauz“ beschreiben könnte, harmonieren perfekt und brachten mich das ein oder andere Mal zum Schmunzeln. Novic, der häufiger schwer von Begriff ist, oder auch nur so tut, und sich manchmal unfreiwillig zur Witzfigur macht, bietet seiner Kollegin wunderbare Steilvorlagen für ihr flottes Mundwerk. Bereits die erste Szene mit den beiden amüsierte mich sehr.

Die Thematik des Krimis, ohne jetzt zu viel verraten zu wollen, ist nichts für zarte Gemüter, aber sehr interessiert und in dem Umfang nicht alltäglich. Durch die vielen Handlungsstränge blieb der Krimi für mich bis kurz vor Schluss rätselhaft. Die Auflösung war überraschend, aber plausibel und schlüssig.

Gelungener Auftakt einer neuen Krimireihe

Alles in allem ein guter Krimi, der mich aber nicht komplett begeistern konnte. Die Thematik hat mir gut gefallen, unter anderem weil sie sehr selten in Krimis aufgegriffen wird. Ich konnte das Buch allerdings problemlos aus der Hand legen und war nicht vollkommen gefesselt. Für meinen Geschmack waren es zu viele verschiedene Handlungsstränge, die die Geschichte sehr undurchsichtig machten.

 

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„Eisige Tage“ von Alex Pohl
Penguin Verlag
432 Seiten
ISBN: 978-3-328-10323-3
10,00 € [D]

Foto: Verlagsgruppe Random House/ Penguin Verlag